WAS BISHER GESCHAH

Rainer Wieczoreks Trilogie von Künstlernovellen ist im besten Sinne traditionell. Mit Wolfgang Hildesheimer verbinden ihn das Sujet und der groteske Humor, mit Samuel Beckett der Sinn für Absurditäten sowie der Wille zur Reduktion. Selbst zu Thomas Bernhard gibt es stilistische Verwandtschaften: eine Musikalität der Sprache, das Umkreisen eines Themas in Gedankenschleifen. Andererseits hat Wieczoreks flirrende Leichtigkeit auch wenig mit den wuchtigen Tiraden des großen Grantlers gemein. Wieczoreks Sicht auf die Künstlerexistenz ist frei von Weltekel. Seine Geschichten haben etwas Spielerisches, Mildes. Seine Protagonisten sind sympathische Einzelgänger, die in der Abgeschiedenheit Schutz vor den Zumutungen des Weltgetriebes suchen, um ihr Werk unbeirrt voranzutreiben. Das verbindet sie mit ihrem Schöpfer, dem überzeugten Novellisten Rainer Wieczorek, dessen Künstlertrilogie in der störungsfreien Atmosphäre eines Souterrainzimmers entstanden ist und nun hoffentlich eine breite Leserschaft findet.
Ralph Gerstenberg, Deutschlandfunk, Sendung »Büchermarkt«, 23.4.2012


Erzählkunst

 
Über »Kreis und Quadrat«:
»Wie bei Tönen in musikalischen Fugen ist hier auch kein Wort zufällig. Die bemerkenswert genaue Sprachbehandlung und die luftige Mehrdeutigkeit der Erzählung bilden das Spannungsfeld, in dem sich Wieczoreks Erzählkunst bewegt, mit einem leisen und melancholischen Witz, der diese Texte unverwechselbar macht.«
Johannes Breckner, Darmstädter Echo, 25.11.2017

Über »Form und Verlust«:
»Ein Kunstgriff verleiht Rainer Wieczoreks Kabinettstück über die Symbiose von Musik und Malerei […] einen krönenden Abschluss von funkelndem und zugleich abgründigem intellektuellem Witz, der in der zeitgenössischen deutsch-sprachigen Literatur nicht alltäglich ist.«
Willi Huntemann, literaturkritik.de, 10.5.2018


KREIS UND QUADRAT
beschäftigt sich mit Fragen, die um die Aufbewahrung von Kunst kreisen. Was darf bleiben, was muss weg, wer entscheidet?
KREIS UND QUADRAT Der Autor meint es gut mit seinem Ich-Erzähler. Er reicht ihm eine edle italienische Bratsche, stattet ihn ...
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