2023: »Spiel an der Außenlinie«
Vom Fußball zur abstrakten Malerei.

Wieczorek bringt zwei Erzähler ins Spiel: Redlitz, der das Skizzieren eines hochabstrahierten Fußballspiels plant, und einen Ich-Erzähler, dem die Aufgabe zukommt, zuzuhören und zu ordnen. Beide treffen sich regelmäßig auf der Gegengerade eines alten Fußballstadions – wenn das Stadion leer ist, also nicht gespielt wird.

 

Sie erinnern sich minutiös an vergangene Spiele und imaginieren kunstvoll neue, indem sie eine Pendelbewegung vollziehen zwischen Fußball und Malerei. Spielfiguren des Unbewussten werden sichtbar und grätschen rücksichtslos in das Geschehen. Ein ungewöhnliches »Spiel an der Außenlinie« nimmt seinen Lauf.

Jetzt vorbestellen! Erscheinungstermin: 30. März 2023, Dittrich Verlag, ISBN 978-3-947373-94-9 Hardcover, 22€


2021: »Im Gegenlicht: Heinz Sauer«

Stimmen zum Buch

»So enthält dieses Buch, so schmal, improvisierend und fragmentarisch es auch wirkt, mehrere Bücher auf einmal, die man als Leser sofort für sich weiterspinnen möchte.«
Helmut Böttiger, Jazz-Podium, 3–4|2021

»Der wortkarge, aber auf seinem Instrument sämtliche Höhen wie Tiefen ausmessende Saxofonist erscheint in einem literarischen Gegenlicht und dadurch steht man mit ihm unversehens auf derselben Bühne und hat Teil an etwas ganz Außerordentlichem.«
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk BücherMarkt

»So kann man Heinz Sauer irritierend nah kennenlernen, ohne faktenreiche biografische Erzählung. Nichts fehlt diesem Buch – außer der Wirklichkeit der Musik. Aber das ist ein andres Medium.«
Hans-Jürgen Linke, Jazzthetik 3–4|2021

»Rainer Wieczorek ist ein Buch wie ein Konzert gelungen, ein Buch wie ein Jazzstück, mit vielen Zwischentönen, Improvisationen […] immer in einem ganz eigenen, neuen Ton.«
Daniella Baumeister, hr2

»Eine großartige Lektüre – literarisch ambitioniert und total spannend.«
Bert Noglik, Jazzpublizist

»Ich dachte eigentlich, dass ich Heinz Sauer kenne, aber ich muss feststellen: Ich kenne ihn jetzt wesentlich besser.«
Guenter Hottmann, u.a. langjähriger hr-Jazzredakteur

»Die Kunst des Weglassens ist zugleich die Kunst, zum Wesentlichen vorzudringen. Wenigen Musikern gelingt dies so ein- und ausdrucksvoll wie Heinz Sauer. Rainer Wieczorek nähert sich ihm so, wie sich Sauer der Musik nähert: vorsichtig abtastend, auf die Obertöne genauso lauschend wie auf die Essenz der Melodie.«
Wolfram Knauer, Jazzinstitut Darmstadt

»Ich hab die 130 Seiten geradezu verschlungen, um sie dann noch einmal in Ruhe zu lesen. […] Dieses Buch ist ein Must-Have und ein Must-Read.«
Heinz Schlinkert, nrwjazz.net

»Das Ergebnis liest sich so leicht und interessant, dass man die letzten Seiten langsamer blättert, um die Freude daran zu verlängern. Unaufgeregt und mit wenigen Worten führt dieser Text zielstrebig zum Kern von Sauers Kunst. […] Auch wer sich nur gelegentlich in Jazzkonzerte verirrt, kann an diesem glänzenden Porträt Vergnügen finden.«
Johannes Breckner, Darmstädter Echo und alle Lokalzeitungen der VRM-Gruppe

»Das Buch gehört in jeden Lehrplan an Deutschlands Universitäten und Schulen, die Jazzmusiker/-innen ausbilden, aber selbstverständlich auch auf den Nachttisch jedes Jazzfreundes und jeder Jazzfreundin.«                                                                              Michael van Gee, Jazz’n More (Schweizer Jazzmagazin)


Rainer Wieczorek liest das erste Kapitel: »Abgelegtes Werkzeug«


2020: »Pirmasens«

Rainer Wieczorek öffnet in seiner Novelle Pirmasens seinem »Personal« – begleitet von der Künstlerin Serena Amrein – ein letztes Mal die Räume einer stillgelegten Schuhfabrik. Er lässt seine Leute die Atmosphäre jener Stadt aufnehmen, die einst die höchste Millionärsdichte der alten Bundesrepublik aufwies. Die Freiheitsträume dieser Zeit leben auf, wenn etwa die Pirmasenser Hein & Oss Kröher auf der Burg Waldeck internationale Liedermachertreffen organisieren, wenn im SWF-Popshop die Anti-Hits aus Deutschland erklingen, wenn in den USA Leute wie John Coltrane zur Jazz-Ikone werden.
Er lässt seine Figuren aber auch die Angst der Arbeitenden vor dem Verlust ihrer Existenzgrundlage spüren.
Das Ende einer Epoche wird wahrnehmbar.

In Jochen Schimmangs neuem Roman »Laborschläfer« zieht der Protagonist an passender Stelle die Novelle »Pirmasens« aus der Tasche und erzählt, worum es darin geht. »Das Buch trägt mich schwebend durch den Abend«, meint er am Ende seiner Ausführungen.


Stimmen zum Buch

»Das Wunder ist, dass Wieczorek für diese raffinierte Konstruktion kaum mehr als hundert Seiten braucht. Als ausgefuchster Stilist setzt er jedes Wort mit Bedacht, und mit dieser äußersten Ökonomie schafft er zugleich eine staunenswerte Leichtigkeit des Erzählens.«
Johannes Breckner, Darmstädter Echo und alle Lokalzeitungen der VRM-Gruppe

»Wieder handelt es sich um eine wendungsreich und doppelbödig erzählte Künstlernovelle, für die der Autor mittlerweile in der jüngsten deutschen Literatur als der Spezialist gilt. […] Es zeichnet Wieczoreks Kunst aus, dass er ein außer Mode geratenes Genre wie die Künstlernovelle nicht nur aufgreift und oberflächlich aktualisiert , sondern von der Schreibweise her erneuert.«
Willi Huntemann, literaturkritik.de

»Mit dem Aufbrechen gewohnter Erzählstrukturen, den Dialogen mit seinen Figuren als im Buch auftretender Autor, hat Wieczorek ein interessantes Stück Literatur geschaffen und mit seiner Novelle auch Pirmasens und seinen Schuhfabriken ein kleines Denkmal gesetzt.«     Markus Fuhser, Pirmasenser Zeitung

»Der 1956 geborene Schriftsteller ist ein Meister im Weben feinster Texte. Der Leser wird in das 124-seitige Buch gezogen, kann sich aber nicht darin verlieren, da Wieczorek immer mit Meta-Ebenen Abstand schafft. Wo beginnt die Fiktion? Was war real? Das fragt sich der Leser ständig.          Klaus Kadel-Magin, Die Rheinpfalz


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